Vereinsportrait

Der Heimatverein des Bornaer Landes e. V. wurde im Sommer 1990 mit dem Ziel gegründet, den regionalgeschichtlichen Eigenheiten der Bornaer Gegend nachzuspüren, diese ins Blickfeld seiner Bürger zu rücken und so Impulse zur kulturellen und gesellschaftlichen Belebung zu geben.

Verantwortlich fühlt sich der Verein für die Pflege von Brauchtum und Sitten, Regionalgeschichte und Denkmalpflege sowie volkskünstlerisches Schaffen.

Neben einem allgemeinen Angebot in Form von Vorträgen, Exkursionen und Besichtigungen für Mitglieder und Sympathisanten, soll vor allem die breite Öffentlichkeit angesprochen werden. So wird mit den „Heimatblättern“ eine eigene Heftreihe herausgegeben. Hinzu kommen weitere Publikationen und Projekte mit regionalem Bezug.

Industriekultur-Erlebnispfad

Fenster öffnen – für Geschichte · Gegenwart · Zukunft

Der Industriekultur-Erlebnispfad Böhlen-Lippendorf vermittelt die Geschichte eines vielschichtigen und faszinierenden Wirtschafts­standortes.


Stele am Kraftwerk Lippendorf
Stele am Kraftwerk Lippendorf

Die Industrien der Braunkohleveredlung im Raum Borna bei Leipzig stellen in vielerlei Hinsicht eine Sonderentwicklung dar. Besondere Innovationen und Verfahren wurden hier für die Karbochemie entwickelt und im großtechnischen Maßstab erfolgreich umgesetzt. Größe und Produktionsumfang dieser Industrie machte sie zur einzigen Großindustrie in Sachsen.

Einzigartig war auch die mit Braunkohlenförderung und –verarbeitung verbundene Landschafts- und Umweltzerstörung. Der Erlebnispfad vermittelt diese Geschichte. Er weist auch in die Gegenwart und bindet die heute in dieser Industrieregion angesiedelten Unternehmen ein.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite sowie im Blog.

Volkskundemuseum Wyhra

Dörfliche Traditionen wiederentdecken

Seit dem Jahr 1996 betreibt der Verein das landkreiseigene Volkskundemuseum im Bornaer Ortsteil Wyhra. Das Museum wurde bereits 1991 eröffnet.

Auf einer Ausstellungsfläche von rund 700 Quadratmetern wird das dörfliche Leben Nordwestsachsens um das Jahr 1900 wieder lebendig. Regelmäßige Sonderschauen in und um den Vierseitenhof vervollständigen die Arbeit des Museums. In der warmen Jahreszeit finden außerdem Feste und Veranstaltungen auf dem Gelände des einstigen Bauernhofes statt. Zu diesen wiederkehrenden Aktivitäten zählt der Oma-und-Opa-Tag, welcher jeden Sommer Ferienkinder und ihre Eltern und Großeltern zum Wäsche­waschen, Spielen, Essen und Trinken wie zu Uromas Zeiten einlädt.

Eine umfangreiche Schau, welche den gesamten Ort einbezieht, bildet den jährlichen Höhepunkt der Ausstellungssaison in Wyhra.

Zur Homepage des Volkskundemuseums Wyhra!

Heimatblätter

Regionalen Eigenheiten auf der Spur

1990 wurden erstmals die „Heimatblätter aus dem Bornaer Land“ herausgegeben. Bisher sind annähernd 20 Hefte entstanden, mit denen den Eigenheiten des Bornaer Landes und seit dem Jahr 2011 auch ausdrücklich denen der benachbarten Altenburger Gegend nachgespürt werden soll. Seit jenem Jahr tragen die „Heimatblätter“ den Zusatz „Beiträge aus dem Altenburger und Bornaer Land“.

Katharina-Kurs

Authentische Zeugnisse der Reformation

Als Gemeinde am „Sächsischen Lutherweg“ hat Neukieritzsch eine besondere Beziehung zur Familie des Reformators Martin Luther. Ganz gleich wie man die Frage nach dem Geburtsort seiner Frau Katharina von Bora auch beantwortet, wird man doch davon ausgehen, dass sie sich hier zu Hause fühlte. Sonst hätte Luther das Vorwerk Zölsdorf nicht für sie erworben.

Im Gemeindegebiet Neukieritzsch finden sich über die Erinnerungsorte an Katharina hinaus, zahlreiche weitere authentische Zeugnisse der Reformation und ihrer Nachwirkungen. Am „Katharina-von-Bora-Kurs“ sind sie aufgereiht wie an einer Kette, geradewegs als Einladung, sie nacheinander zu besuchen!


Einweihung einer Tafel
Einweihung einer Tafel

Lange Zeit zeigte die Reformation nur ein männliches Antlitz. Im zurückliegenden Jahrhundert wurde jedoch zunehmend wahrgenommen, dass sie auch ein weibliches Gesicht hat. Die historische Gestalt der Katharina von Bora steht markant dafür, aber auch viele andere Frauen, die sich als Christinnen oder auch im Sinne christlicher Ideale für mehr Menschlichkeit einsetzten.

Dies alles ins Bewusstsein zu rücken ist Anliegen des „Katharina-von-Bora-Kurses“. Je mehr Menschen bereit sind, ihn einzuschlagen, umso besser. Da spielt es keine große Rolle, ob sie nun evangelische Christen sind, ob überhaupt Christen, überhaupt gläubige Menschen oder ob sie sich als Atheisten betrachten.

Weitere Details finden Sie auf der Homepage des Projektes.